Der dritte Platz bei den württembergischen Team-Meisterschaften in Bietigheim-Bissingen war für die LG Teck ein gelungener Abschluss einer ohnehin schon erfolgreichen Saison, in der die Leichtathletikgemeinschaft über 80 Titel gewonnen hat.
Die weibliche U14 bewies am Sonntag (27.09.26) ein weiteres Mal, dass sie in Württemberg zu den Besten gehört. Unter 17 Mannschaften sammelten in den sieben Disziplinen nur zwei Teams mehr Punkte als die fünf Schützlinge von Trainerin Nadine Schumacher. Als Melinda Denes-Hügel, Juli Göser, Heleen Vogt, Ronja Müller und Elina Schömers nach den Wettkämpfen stolz zur Siegerehrung schritten, konnte man der Konkurrenz ansehen, wie sehr sie sich fragte, wie das zahlenmäßig kleinste Team 14 Mannschaften schlagen konnte, die teilweise doppelt so groß waren. Möglich war das nur, weil alle fünf ihre drei Einsätze in den Einzeldisziplinen voll ausschöpften. Und das war nötig, denn pro Disziplin flossen die zwei besten Leistungen jedes Teams in die Wertung ein. Es kam also nicht nur auf eine Spitzenleistung an, sondern ebenso darauf, dass die Zweite im Team vorne mitsprang, -sprintete oder -warf.

Wieder stand zum Auftakt die Zitterpartie Staffel an. Doch von Nadine gut eingestellt, legte das Quartett mit Elina, Heleen, Juli und Melinda über 4x75 Meter den Grundstein: Mit 39,92 Sekunden lief es neue Bestzeit und die drittschnellste Zeit unter 33 Staffeln.
Danach ging es Schlag auf Schlag, und vor allem Melinda sorgte für satte Punktzahlen: Platz vier im Weitsprung mit 4,80 Metern, Platz zwei über 60 Meter Hürden in 10,07 Sekunden und der Sieg über 75 Meter in 10,22 Sekunden. Heleen war über die Hürden in 11,08 Sekunden zwar eine Sekunde langsamer, landete damit aber immer noch im ersten Drittel des großen Feldes. Ronja legte über 75 Meter mit 10,75 Sekunden die zehntschnellste Zeit nach. Selbst nach der „Wackel-Disziplin“ Hochsprung, in der mit 1,40 Metern von Juli und 1,32 Metern von Heleen einige Punkte liegen blieben, blieb die LG Teck an den führenden Teams dran.
Nach fünf von sieben Disziplinen lag das Team mit 4886 Punkten auf Rang drei, nur 27 Punkte hinter dem Zweitplatzierten. Der Spitzenreiter war mit über 200 Punkten Vorsprung bereits auf Titelkurs, nach hinten klaffte aber auch schon eine Lücke von 120 Punkten. So ging es entspannt in den Ballwurf, in dem Juli und Ronja als sichere Werferinnen mit exakt gleichen 36,50 Metern das zweitbeste Disziplinergebnis einbrachten. Auf den abschließenden 800 Metern ließen Juli in 2:36,88 Minuten und Elina, die in 2:54,84 Minuten knapp an ihre Bestzeit heranlief, nichts mehr anbrennen. Am Ende fehlten 71 Punkte auf Platz zwei, der Vorsprung auf Rang vier betrug 150 Punkte. Herzlichen Glückwunsch zur Bronzemedaille!

Weniger Glück hatte tags zuvor an gleicher Stelle die weibliche U16, die ebenfalls nur in Minimalbesetzung antreten konnte, unter anderem weil Valentina Wolf krank aus dem Schullandheim zurückgekommen war. Gleich im ersten Wettbewerb verlor die 4x100-Meter-Staffel den Stab, wegen eines Regelverstoßes beim Aufnehmen folgte die Disqualifikation. Null Punkte in der Disziplin, die die meisten Punkte bringt, waren nicht mehr aufzuholen, am Ende stand Platz 19.
Dass die Motivation erst einmal im Keller war, ist klar. Das Team um Nadine entschied sich aber zum Weitermachen, und Lea Schumacher, Carla Franck, Valerie Gabriel, Emily Leibold und Lina Deimel kämpften sich durch alle sechs Einzeldisziplinen, teils mit guten Ergebnissen. Lea lief die 80 Meter Hürden in 13,53 Sekunden knapp an ihre Bestzeit heran und kam über 800 Meter auf 2:38,46 Minuten. Carla stellte im Hochsprung mit 1,36 Metern eine neue Bestleistung auf, Valerie stieß die Kugel auf 8,89 Meter. Lina warf zum ersten Mal in einem Wettkampf den Speer, und auch Emily kam mit dem Speer an ihre bisherigen Leistungen heran. Dem jungen Team sagen wir: „Kopf hoch, nächstes Jahr greift ihr einfach nochmal an!“
Ein großes Dankeschön an Nadine für die Betreuung und an alle Fans fürs Anfeuern!