Berichte

Hallesche Werfertage

Ungültige Versuche bei technischen Disziplinen passieren zuhauf, gehören zum Wettkampf und sind deshalb selten Aufreger. Ungewöhnlich sind da eher Stürze. Doch auch die passieren, wie am Wochenende bei Hannah Melzer von der LG Teck beim Hammerwerfen. Schade nur, dass es aus-gerechnet bei ihrem bisher größten Auftritt, den internationalen Halleschen Werfertagen passiert ist. Sieht man das Malheur positiv, dann blieb die 16-jährige Kirchheimerin von größeren Blessuren verschont und konnte trotz Handgelenks-Schmerzen den Wettkampf gehandicapt fortsetzen. Mit 52,66 Metern hat es schließlich nicht für den Endkampf der besten acht bei der U18 gereicht. Unter normalen Umständen wäre diese Marke absolut drin gewesen, denn erst vor einer Woche, beim internen Kader-Wettkampf in Mannheim, hatte Melzer 56,85 Meter erzielt. Diese Leistung hätte in Halle zum 7. Platz gereicht. So wurde es der 11. Platz unter 17 Werferinnen. Es siegte Patricia Kamga (Schweden) mit 62,62 Metern vor Nova Kienast (SV Preußen Berlin/62,29).

Gerne hätte Maike Renke (LG Teck) bei diesem hochkarätigen Meeting mit vielen nationalen und internationalen Wurf-Größen ihren ersten 50 Meter-Wurf hingelegt. Nach ihrer kürzlich erzielten Weite von 48,26 Meter ist der Blick auf diese magische Zahl berechtigt gerichtet. In Halle hat es jedoch noch nicht sein sollen. Mit 47,58 Meter wurde die 18-jährige Weilheimerin Gesamt 13.
Gelohnt hat sich die weite Reise nach Halle auch für den jüngsten Meeting-Werfer, Lukas Melzer (14) von der LG Teck. Nicht unbedingt der Leistung wegen, mit 35,77 Metern im Diskuswerfen kam der Kirchheimer nicht über den 5. Platz hinaus. Für den jungen Werfer überwog die Freude, überhaupt dabei gewesen zu sein, Spitzensport in beeindruckenden Athmosphäre so hautnah erleben du dürfen. Und dann noch die eigene Leistungen über eine elektronische Weitenmessung mitgeteilt zu bekommen, war vollends der Hammer. Den Sieg in der U16 holte unterdessen Andreas Gröninger (LG Sempt) mit 50,99 Metern vor Ilias Topaloglou (TSG Bergedorf) dessen Scheibe 1 Meter kürzer flog.